Samstag, 6. Juni 2015

Rezension zu Alles andere als Liebe von Marleen Reichenberg

Alles andere als Liebe von Marleen Reichenberg



 Titel Alles andere als Liebe

Autor Marleen Reichenberg

Seiten 343 Seiten

Preis  2,99 (eBook)




 (Quelle: Lovelybooks/Amazon)





Christin hat trotz ihrer letzten, katastrophal geendeten Liebesbeziehung das Alleinsein satt.

Sie beschließt, die Suche nach Mr. Right überlegt und strategisch anzugehen. Allerdings hat sie nicht mit Raoul, einem sehr attraktiven Halbfranzosen gerechnet, der alles gibt, um sie auf seine erotische Abschussliste setzen zu können. Vom ersten, für Christin mehr als peinlichen Zusammentreffen an sprühen die Funken zwischen ihr und Raoul. Mit seiner ironischen Art und frechen Sprüchen treibt er Christin auf die Palme.

Sie weiß, dass dieser unberechenbare, leidenschaftliche, herrische Kerl das genaue Gegenteil dessen ist, was sie braucht und gibt ihm auf seine provokanten Äußerungen kräftig Kontra. Dennoch fühlt sie sich fatal von ihm angezogen. Auch Raoul ist mehr von ihr fasziniert als ihm lieb ist, hat jedoch seine Gründe, einer dauerhaften Beziehung aus dem Weg zu gehen. 





Christin, genannt Chrissi, ist eine witzige und kluge Blondine. Sie hat nach ihrer letzten Beziehung mit einem Betrüger die Schnauze voll von Männern. Sie wünscht sich nichts mehr als ein schönes, entspanntes Single-Leben, in dem sie sich ganz allein um sich selbst kümmen kann. Doch als sie ihre Freundin und ehemalige Austauschpartnerin in Frankreich besucht und auf den attraktiven Raoul trifft, zweifelt sie das erste Mal an ihrer Entscheidung. Raoul ist unfreundlich und absolut kein Gentleman. Dennoch ist er durchaus attraktiv. Christin fällt es immer schwerer sich nicht von Raoul umgarnen zu lassen. Sind denn wirklich alle Männer gleich oder erlebt sie mit Raoul eine Überraschung?

Raoul ist groß, attraktiv und anfangs ein typischer Macho. Als Christin ihm bei ihrer ersten Begegnung buchstäblich in die Arme fällt, kommt er nicht umhin ihre weiblichen Reize zu bemerken. Etwas an ihr fasziniert ihn, auch wenn es zu Anfang nur ihr attraktives Aussehen ist. Da kommt es ihm wie gerufen als er sie auf einer Party wiedertrifft und erfährt, dass sie direkt neben ihm in einer Ferienwohnung wohnt.


Und ich hatte immer geglaubt, Franzosen seien Frauen gegenüber höflich, charmant und zuvorkommend. Naja, Ausnahmen bestätigten die Regel.

Marleen Reichenberg - Alles andere als Liebe


 

 Meiner Meinung nach ist das Buch eine gute, schnelle Lektüre für zwischendurch. Ehrlich gesagt hatte ich mir anfangs nicht viel davon versprochen, doch der Inhalt sprach mich sehr an und so habe ich das Risiko gewagt und ich muss sagen: Es hat sich wirklich gelohnt! Christin ist eine wunderbar lustige Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt! Ich liebe ja diese typischen Machos, wie sie im Buche stehen! Deshalb war mir Raoul zwar nicht direkt sympatisch, aber ich mochte ihn gerne. Außerdem gefällt mir, dass das Buch in Nizza, Frankreich, spielt. Da kommt doch glatt Urlaubsfeeling auf!

Die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten wurde sehr gut und realitätsgetreu dargestellt. Nirgendwo war ich der Meinung, dass irgendwas überzogen wirkte. Die Gefühle der beiden füreinander entwickeln sich langsam und treten nicht plötzlich auf.

Der Schreibstil von Marleen Reichenberg gefällt mir ganz gut. Ich muss ehrlich sagen, dass ich schon besseres gelesen habe und auch nicht alles so gut ausgearbeitet wurde, wie es hätte sein können. Aber das Buch liest sich flüssig und man hat nicht das Bedürfnis mit dem Buch aufzuhören. Schön finde ich, dass der Leser beide Sichtweisen geboten bekommt. So kann man sich gut in Chrissi und Raoul hineinversetzen.





Das Cover finde ich sehr schön gestaltet. Die Schrift gefällt mir, die Darstellung der beiden Figuren darauf und die verwendeten Farben. Alles in allem ein gutes Gesamtpaket. Was ich toll finde sind die Anspielungen des Covers auf den Inhalt. So erkennt man darauf das angedeutete Nizza, wo die Geschichte spielt und eine Frau, die ein Handtuch um sich herum geschlungen hat. Wenn man das Buch nicht gelesen hat, denkt man sich zuerst: Wieso ist da bitte eine Frau mit einem HANDTUCH auf dem Cover? Aber wenn man es erstmal gelesen hat, dann versteht man die Anspielung auf Chrissi und Raoul.

Der Titel ist ein wenig unglücklich gewählt, denn in dem Buch geht es doch um nichts anderes als Liebe? Das ist ein kleines Manko für mich.





Obwohl dieses Buch sich nicht von anderen Liebesromanen abhebt, denn es hat den typischen Handlungsverlauf, ist es doch ein schönes Buch für zwischendurch. Ich würde es weiterempfehlen und ebenso bin ich auch nicht abgeneigt andere Bücher der Autorin zu lesen.










Marleen Reichenberg über sich selbst 
Mein erstes Buch „Zitronenlimonade“ habe ich im Sommer 2012 bei Amazon als Selfpublisherin veröffentlicht.
Es handelt von einer jungen Karrierefrau, deren Leben durch eine akute Erkrankung von einer auf die andere Sekunde völlig auf den Kopf gestellt wird.
Obwohl die Protagonistin Christina und ihre Geschichte fiktiv sind, habe ich darin einige eigene Erfahrungen - den Krankheitsverlauf und die Rehabilitation betreffend - geschildert. Die positiven Reaktionen meiner zahlreichen Leser haben mich zu weiteren Romanen ermuntert, die binnen kurzer Zeit allesamt in die Top Hundert aller Kindle Bücher aufstiegen.


Als Juristin bin ich es gewohnt, mich mit eher "trockener" Materie zu beschäftigen. In meinen Büchern hingegen begebe ich mich in die Welt der Gefühle und möchte damit meiner Leserschaft Stoff zum Träumen, Freuen, Mitleiden und Mitfiebern geben.
Ich wünsche mir, dass meine Romane meinen Lesern einen kleinen Urlaub vom Alltagsleben schenken. 


Ich bin verheiratet und lebe mit meinem Mann und unseren beiden Kindern in Süddeutschland. In meiner freien Zeit spiele ich leidenschaftlich gerne Klavier, lese sehr viel, halte mich mit Yoga und Radeln fit und engagiere mich ehrenamtlich. 

(Quelle: Marleen Reichenberg)


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